Bei der Diagnostik von
Lungenembolien mit der Dual Energy Technik werden die
beiden im Dual Source CT enthaltenen Scansysteme mit
unterschiedlicher Energie (Dual Energy) betrieben. So
liefern die beiden Scansysteme ähnliche aber doch etwas
unterschiedliche Daten aus dem Körperinneren. Die
Unterschiede sind vorwiegend durch das verabreichte
jodhältige Kontrastmittel bedingt. Daraus lässt sich
die Verteilung des Kontrastmittels und damit die
Durchblutung des Lungengewebes darstellen. Werden die
Informationen der beiden Scanner hingegen
zusammengefasst, so entsteht ein Bild der Lungengefäße
und der anatomischen Struktur der Lunge wie es bei
herkömmlichen CT Untersuchungen der Fall ist.
Die neue Technologie ist somit z. B. bei der Diagnostik von
Lungenembolien sehr hilfreich, weil sowohl die durch die
Embolie bedingten Durchblutungsstörungen des Lungengewebes als
auch Veränderungen in den Lungengefäßen selber sichtbar gemacht
werden können.
Da beides aus nur einer
Untersuchung ermittelt werden kann bedeutet dies wesentliche
Zusatzinformationen ohne zusätzliche Strahlenbelastung und ohne
zusätzliches Kontrastmittel.
Für wen?
Für Patienten mit Verdacht auf Lungenembolie nach ärztlicher
klinischer Untersuchung und mit ärztlicher Zuweisung (keine
Vorsorgeuntersuchung).
Ablauf?
Die Lungenuntersuchung mit dem Dual Source CT läuft für den
Patienten wie eine herkömmliche CT-Untersuchung der Lunge
ab.
Die Untersuchung dauert inklusive Lagerung und Vorbereitung ca.
10 Minuten.
Sie ist abgesehen von einem Nadelstich wie bei einer
Blutabnahme schmerzfrei.
Vorbereitung?
Eine besondere Vorbereitung seitens des Patienten ist nicht
notwendig.
Es wird ein herkömmliches
jodhältiges Kontrastmittel verwendet (wie bei anderen
CT-Untersuchungen). Sollte bei Ihnen eine
Nierenfunktionseinschränkung, Schilddrüsenüberfunktion oder
Kontrastmittelunverträglichkeit vorliegen, so informieren Sie
bitte unbedingt den durchführenden Arzt vor der
Untersuchung.