Ambulante kardiologische Rehabilitation

 

 "Die kardiologische Rehabilitation ist die koordinierte Summe von Maßnahmen, die benötigt werden, um die bestmöglichen physischen, psychischen und sozialen Bedingungen zu schaffen, damit Patient/Innen mit chronischer oder auf ein akutes Ereignis folgender, kardiovaskulärer Erkrankung aus eigener Kraft ihren gewohnten Platz in der Gesellschaft bewahren oder wiedereinnehmen können, und durch verbesserte Lebensgewohnheiten das Fortschreiten der Erkrankung begrenzen oder umkehren können." (World Health Organisation, Genf 1993)

 

 

  Ziele:

 

  1. Wiedererlangung des Selbstvertrauens
  2. Stabilisierung der Leistungsfähigkeit
  3. Erhaltung der Arbeitsfähigkeit
  4. Verbesserung der Lebensqualität
  5. Erhaltung der Selbstständigkeit bis ins hohe Alter

 

 

Zielgruppe sind Personen mit:

 

  1. Zustand nach akutem Koronarsyndrom (STEMI)
  2. Zustand nach Bypassoperation
  3. Zustand nach anderen Operationen am Herzen und an den großen Gefäßen
  4. Zustand nach Herz- oder Lungentransplantation
  5. Chronische Belastungsherzinsuffizienz (NYHA Stadium II, III)

 

 

Inhalte:

 

  • Ausdauertraining
  • Angewandte Entspannungsübungen
  • Ernährungsschulung
  • Raucherentwöhnung
  • Psychokardiologische Betreuung

 

  Phasen der Rehabilitation

 

  • Phase I: Frühmobilisation nach dem Akutereignis im Krankenhaus

 

  • Phase II: In ausgewählten Fällen nach einem Akutereignis im Anschluss an die Phase I oder nach einer anderen Erstmanifestation einer KHK. Die ambulante kardiologische Rehabilitation in der Phase II (Dauer 4 - 6 Wochen) stellt in geeigneten Fällen eine Alternative oder Ergänzung der stationären Rehabilitation dar. Als Alternative kommt sie bei Patientenwunsch, niedrigem kardiovaskulären Risiko und einem entsprechenden sozialen Umfeld in Betracht. Voraussetzung für die ambulante Phase II Rehabilitation ist das Vorhandensein einer den Qualitätsnormen der stationären Phase II Rehabilitation entsprechenden ambulanten Rehabilitationseinrichtung.

 

  • Phase III: Ambulante Rehabilitation in einer ambulanten Rehabilitationseinrichtung im Anschluss an die Phase II (Dauer: 6 - 12 Monate, in medizinisch indizierten Fällen auch länger). Ein vorrangiges Ziel der ambulanten Phase III Rehabilitation ist es, dass sie berufsbegleitend und damit wohnort- bzw. arbeitsplatznahe stattfinden kann.

 

  • Phase IV: Langzeitsekundärprävention in Eigenverantwortlichkeit der Patienten im Anschluss an die Phase III (Dauer: lebenslang, z.B.: Herzgruppen, Sportvereine, Heimtraining, etc.)